Bussarde sind meist mittelgroße Greifvögel aus der Familie der Habichtartigen. Ihre Flügel sind adlerartig breit, die Schwänze eher kurz; sie sind hervorragende Gleit - und Schwebeflieger, die es verstehen, die Thermik geschickt für ihre Flüge zu nutzen.
Die Gattung der Echten Bussarde (Buteo) umfasst mindestens 26 Arten, doch ist bei einigen der Artstatus Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen. Mit Ausnahme der Australis ist die Gattung weltweit verbreitet, die größte Artenvielfalt besteht in der Neotropis.
Bis auf wenige Ausnahmen sind sie wenig spezialisierte Jäger von Kleinsäugern (besonders Mäuse) und Vögeln. Zu ihrem Speiseplan zählen aber auch Regenwürmer, Insekten, Reptilien und Aas. Die Weibchen sind meist ein wenig größer als die Männchen; Farbdimorphismus sowie Sexualdimorphismus sind häufig.
Ihre Beute schlagen sie fast immer am Boden. Entweder stürzen sie sich von einem Ansitz auf sie, oder sie gehen vom Schwebflug in den Sturzflug über.
Ende März bzw. Anfang April legt der Bussard 2-6 Eier. Die Brutdauer beträgt ca. 5 Wochen. In dieser Zeit wechseln sich Männchen und Weibchen in der Brutpflege ab. Nach dem Schlüpfen bleiben die Jungtiere noch für 40-50 Tage im Nest.
In Mitteleuropa brüten nur zwei Arten dieser Gattung: Der Mäusebussard (Buteo buteo) und der Adlerbussard (Buteo rufinus). Der hochnordische Raufußbussard (Buteo lagopus) erscheint regelmäßig als Wintergast; der Wespenbussard ist kein Mitglied der Gattung Buteo, sondern gehört der Gattung Pernis an.
|
|
|